Wie ein Blümchen-Cache entsteht


An jedem Anfang steht immer erst einmal eine Idee. Entweder der Gedanke, ein bestimmtes Thema aufzugreifen oder eine Idee zu einer Logbuchbehausung. Bei unseren Caches war es bis jetzt immer erst die Dosenverpackung, um die sich dann ein Thema gesponnen hat. In den Wochen der kreativen Findungsphase ist es bei uns jedenfalls ein oft chaotisches zusammenwürfeln und verwerfen von Einzelkomponenten. Bis eine Dose mal so funktioniert wie sie soll, werden Zeichnungen von möglichen Mechanismen oder Formen skizziert. Behältergrößen berechnet und mit verschiedenen Materialien herumprobiert. Dieser Prozess ändert den Cache noch einige Male, bis es dann genauer wird. Überlegungen wie man die Dose auch für Grobmotoriker machbar gestaltet um übermäßige Wartungen zu vermeiden und die Haltbarkeit zu garantieren werden angestellt. Ein kreativer Prozess über Wochen beginnt, denn ein halbwegs guter Cache ist nicht mal eben so gemacht. Da steckt einiges an Mühe und Arbeit drin. Wie dies bei uns abläuft, könnt ihr hier im Anschluss lesen.

Hier zum Beispiel der erste Entwurf zu unserem Insekten Hotel.

Grobe Skizzen helfen dabei eine Idee nicht aus den Augen zu verlieren, bis es dann genauer wird und die Überlegungen schon in die Finale Richtung weisen.

Ein Bauplan entsteht, dieser ist jedoch noch nicht das Ende der Kreativität.

Wenn noch Mechanismen zum Döschen hinzukommen sollen, werden diese auch grob skizziert und überlegt, wie sich dieses dann umsetzen lässt.

Hier z.B. der Schließmechanismus zu unserem Cache Ehrliches Handwerk im Entwurf.

Wenn die Dose dann gebaut und für einsatztauglich befunden wird, ist der erste Schritt zum Cache auch schon getan. Die ersten Hintergrundinformationen und Vorbereitungen zum Listing inkl. Grafiken werden erstellt.

Die Idee für das Listing muss noch einen Bogen zu der Finalidee spannen um den Zusammenhang für die Cacher plausiebel zu machen. Hier entstehen z. B. Geschichten, Rätsel, Hintergrundinfos oder Figuren, die in einer Geschichte vorkommen.

Hier fängt auch alles immer mit einer groben Skizze an und entwickelt sich dann über die Zeit.

Das alles dauert natürlich und ist nicht mal eben schnell gemacht. Je nach dem wie viel Arbeit man sich machen möchte, ist es immer auch eine zeitliche Herausvorderung zwischen Beruf, Familie und Freizeit.

Wenn die Geschichte, Informationen und eventuell Aufgaben oder Rätsel ausgedacht sind, geht es an die Listingerstellung.

Der Listingtext sollte die Geschichte erzählen, auf Gefahren, Probleme oder Informationen hinweisen und eine Hilfe oder Unterstützung für die Cacher bieten. Auch das gehört zu einem schönen Cache und macht richtig Arbeit. Auch wenn es längst nicht von allen Cachern gelesen / beachtet wird. Bis alles Formatiert und ausgerichtet bzw. geschrieben ist wird so ein Listing ca. 100 mal aufgerufen und evtl. geändert bis alles stimmt. Auch ein Banner macht noch mal richtig Arbeit.

Nun muss noch ein geeigneter Ort für die Dose / Dosen gefunden werden. Abstände müssen eingehalten werden oder ein schöner Rundkurs für einen Multi muss gefunden sein. Im gesamten müssen die Guidelines von Groundspeak beachtet werden, was auch nicht immer so einfach ist. Bei unserer Challenge waren wir z.B. sehr überrascht, dass wir 30 Cacher im Umkreis von max. 40 km namentlich nennen mussten, die unsere Challenge erfüllen um sie freigeschaltet zu bekommen. Auch ein auf den ersten Blick guter Ort für eine Dose muss bei näherer Betrachtung noch lange nicht optimal sein und auch hier ist einiges zu beachten.

Alles in allem eine riesige Arbeit, die nicht immer nur positiv verläuft. Uns hat es bis jetzt immer Spaß bereitet, dies alles zu stämmen und eins ist auch klar, bei einem solchen Aufwand kann man keine 20 Dosen im Jahr in die Landschaft werfen.

Wir freuen uns daher über jeden schönen und kreativen Logeintrag, der etwas an Mühe zurück gibt. Wir hoffen auch, dass es in Zukunft einige Owner mehr gibt, die sich diese Mühe machen um tolle Caches zu bauen. Viele Grüße Die Blümchen